Kick-Off für .koelogne

Was vor fast genau sechs Jahren mit einem Treffen in Berlin wurde heut um Punkt 11:11 Uhr Realität: Die Rheinmetropole Köln hat ihren eigenen Raum im Internet. Zukünftig wird man nicht mehr “stadt-koeln.de” lesen,wenn sich Kölner Bürger im Internet bei der Stadt informieren möchten. Wenn es nach dem erklärten Ziel der ursprünglichen Initiatoren dieses Projekts geht, wird statt dessen “stadt.koeln” in der Adresszeile des Browsers stehen.

Nach einer langen und teilweise sehr komplizierten Launchphase startete heute zur närrischen Uhrzeit der freie Verkauf der Domain unter den beiden Endungen “.koeln” und “.cologne”. Damit kann jeder, der die Registrierungsrichtlinien der Betreibergesellschaft akzeptiert, Domains unter beiden Endungen registrieren.

Besondere Anforderungen wie z.B. eine Residenzpflicht im Bereich des Regierungsbezirks Köln oder zumindest der Nachweis einer persönlichen, beruflichen, sozialen kulturellen oder sonstigen Bindung an die Stadt und die Region sind nicht vorgesehen. Der Betreiber der Endungen wirbt sogar damit, dass künftig auch Parfümhersteller Domains mit der Endung “.cologne” nutzen können. Es wird spannend sein zu beobachten, ob und inwieweit sich relevante und qualitativ hochwertige Inhalte entwickeln werden, die den wahren Wert eines solchen regionalen Namensraumes ausmachen sollten.

Pünktlich zum Start hat der Hauptpartner der Projektgesellschaft dotKöln Top-Level-Domain GmbH, die Greven Medien GmbH & co. KG, heute Ihren Domainshop eröffnet und bietet dort vorrangig die kölschen Endungen an.

Als Initiator der Einführung einer “Geo-TLD” .koeln für die lebenswerte Rheinmetropole wünsche ich den Endungen viel Erfolg und freue mich auf viele kölsche Seiten “Made with Love in Cologne“!

 

 

 


Ein Top-Level-Domain als Social Enterprise – ein innovativer Ansatz von dotHIV

In einer Woche wird mit „.hiv“ die erste gemeinnützig betriebene Top-Level-Domain ihren Betrieb aufnehmen. Ab dem 21. Juli 2014 können zunächst Inhaber von Markenrechten ihre Domains im Rahmen der Sunriseperiode registrieren, und ab dem 26.August2014 kann jeder eine eigene Adresse unter .hiv haben.

Was ist das besondere an einer Adressendung „.hiv“ und wer soll die Adressen registrieren?

Der Domainmarkt ist bislang geprägt durch kommerzielle Anbieter, die über den Verkauf der Adressen Umsätze erzielen und im besten Fall Gewinne erwirtschaften wollen. Domains sind digitale Produkte, die für den Aufbau von Internetpräsenzen und die Nutzung von Emails unabdingbar sind.

Seit 2008 treibt die für die Verwaltung des Domain-Name-Systems zuständige ICANN die Einführung neuer Top-Level-Domains voran, um unter anderem den Wettbewerb in dieser Industrie zu fördern und den Nutzen für die Endkunden zu erweitern. Während die meisten der bereits gestarteten und der zu erwartenden neuen Endungen überwiegend von gewinnorientierten Unternehmen betrieben werden, geht DOTHIV einen völlig neuen Weg.

Als „Social Enterprise“ verfolgt diese Adressendung das Ziel, dem Kampf gegen AIDS neuen Schwung zu verleihen. Sie soll auf die bestehenden Herausforderungen im Feld HIV und AIDS aufmerksam machen und daran erinnern, dass ein Ende von AIDS greifbar, der Kampf aber noch nicht gewonnen ist.

Als „digitale Rote Schleifen“ sollen Webseiten mit .hiv globale Aufmerksamkeit erzielen, Zeichen der Solidarität mit betroffenen setzen und ein weltumspannendes Netzwerk aus HIV-Organisationen und Aktivisten entwickeln, das über den themengebundenen Namensraum eine klare Identifikation ermöglicht. Und schließlich sollen über den Verkauf der Domains und ein Mikrospendenprogramm finanzielle Mittel erwirtschaftet werden, die zur Förderung von HIV und AIDS Projekten, die sich für einen gesicherten Zugang zu Behandlung und HIV Medikamenten einsetzen, verwendet werden

Wie kann das funktionieren?

Inhaber der TLD „.hiv“ ist der gemeinnützige dotHIV gemeinnütziger e.V. mit Sitz in Berlin. Der Vereinszweck besteht in der Förderung und Unterstützung von Maßnahmen und Kampagnen zur Bekämpfung von Aids und zur Unterstützung von Hilfs- und Pflegemaßnahmen für Betroffene.

Der Betrieb der TLD und der Vertrieb der Domains werden von der TLD dotHIV Registry GmbH mit Sitz in Berlin übernommen. Das Unternehmen garantiert, dass alle Überschüsse – mindestens aber 70% der Erlöse aus den Domainverkäufen in einen Spendentopf gesteckt werden, aus dem ausgewählte Projekte gefördert werden.

Der Beitrag des Internetnutzers ist dabei ausgesprochen einfach – mit jedem Klick auf eine website.hiv wird eine Mikrospende für ein Projekt ausgelöst.

 

dotHIV funding model
dotHIV funding model
Bild von www.dothiv.org

 

Und wer soll diese Domains registrieren?

Eine .hiv-Domain kann jeder registrieren, der sich mit der Mission der TLD identifiziert und den „guten Klick“ unterstützen möchte. Unternehmen können z.B. Microsites einrichten, die auf die eigentliche Unternehmenspräsenz weiterleiten. Es können aber natürlich auch komplette Präsenzen mit einer website.hiv betrieben werden, sei es als thematisches Blog oder als Informationsportal einer Aids-Organisation.

Was kann ich jetzt tun?

Ein einfacher erster Schritt ist eine unverbindliche Vorreservierung bei einem der Anbieter der .hiv. Markeninhaber haben jetzt noch hinreichend Zeit, ihre Marken im Trademark Clearinghouse zu registrieren um dann an der Sunrisephase teil zu nehmen und so zu den ersten zu gehören, die über dieses innovative Projekt mithelfen, Aids weltweit zu bekämpfe. Ideelle Unterstützung über „Likes“ und „Shares“ kann über die Facebookseite und auf Twitter geleistet werden, damit die Idee weitere Verbreitung findet.

Mehr und detailliertere Informationen gibt es auf der Website des Vereins.

Dieser Artikel wurde im Original auf www.k-i-u.de  am 14. Juli 2014 veröffentlicht


Erste Community TLD geadelt

Die Top-Level-Domain “.hotel” gehörte zu den Begriffen, um den sich mehrere Unternehmen beworben hatten. Offenbar wurde das Potential für einen eigenen Namensraum für die Hotelbranche und ihre Dienstleister so groß eingeschätzt, dass sich sieben Unternehmen für diesen Begriff stark gemacht haben.

Für sechs von ihnen ist dieses kostspielige Unterfangen am 11. Juni 2014 zu Ende gegangen. Unter diesem Datum hat ICANN das Ergebnis der “Community Priority Evaluation” (CPE) bekanntgegeben. Zum ersten Mal im Laufe des New gTLD Programms hat damit eine als “Community” gekennzeichnete Bewerbung den Zuschlag vor den ihren Mitbewerbern erhalten. Mit 15 von 16 erreichbaren Punkten bei der CPE war das Ergebnis zugunsten der HOTEL Top-Level-Domain S.a.r.l eindeutig.

Ausschlaggebend waren dabei wohl unter anderem die starke, globale Unterstützung durch namhafte Hotelorganisationen und einzelne Hotels sowie die Registrierungsbedingungen, die einen klaren Bezug zur “Community” fordert und somit spekulative und branchenfremde Registrierungen erschwert. Unter .hotel soll der Internetnutzer sicher sein, hotel-relevante Angebote zu finden.

Damit ist nun der Weg frei für die Einführung der ersten und exklusiven Top-Level-Domain für die Hotelbranche.

Aber bis es soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen, da die TLD nun durch den weiteren Zulassungsprozess muss und auch der Registry-Vertrag mit ICANN noch abzuschliessen ist. Hotels, Hotelberater und Hotelvereinigungen sind aber gut beraten, sich rechtzeitig auf die anstehenden Registrierungsphasen vorzubereiten, um beim Start der Registrierungen frühzeitig die guten “Lagen” zu erlangen.

Für acht andere Community Bewerbungen ist die CPE nicht so gut ausgegangen, darunter die Bewerbung der TLDDOT GmbH für die Endung “.gmbh”. Für diese und die anderen Bewerber steht nun als nächster Schritt die Auktion an, bei der am Ende der den Zuschlag erhält, der am meisten Geld bietet. Den dabei unterlegenen Bewerbern bleibt der Trost, dass der Erlös aus der Auktion unter ihnen aufgeteilt wird, was je nach Betrag ein nettes Schmerzensgeld sein kann.

 


Sonnenaufgang in Köln

Ab heute ist es Realität – die Domstadt am Rhein hat ihre eigene Adressendung im Internet. Und weil wir in Köln sind, reicht nicht eine, sondern es mussten gleich zwei sein.

Heute, am 12. Juni 2014 starten die Sunrisephasen sowohl für “.koeln” als auch für “.cologne”. Bis zum 13. Juli 2014 haben nun Inhaber von Marken die exklusive Möglichkeit, sich ihr Stück vom virtuellen Köln zu sichern. Dazu ist allerdings ein Eintrag der Marken im Trademark-Clearinghouse erforderlich. So ein Eintrag kann bis zu einer Woche brauchen, es wird also höchste Zeit, wenn man von dieser Möglichkeit noch Gebrauch machen möchte.

Ab dem 14. Juli 2014 haben Vereine für rund einen Monat die Gelegenheit, EINE Domain für drei Jahre ohne Registrierungskosten zu registrieren. Dazu ist ein recht kompliziertes Verfahren zu durchlaufen, so dass es empfehlenswert ist, sich dabei von Experten unterstützen zu lassen. Die Domain kann dabei dem vollständigen Vereinsnamen entsprechen, darf aber auch eine gängige Abkürzung desselben sein.

Nach einer kurzen Bearbeitungspause geht es dann am 26. August weiter. Im Rahmen der Landrushphase können begehrte “Lagen” für erhöhte Preise gesichert werden. Diese Phase endet am 05. September 2014 um 11:10 Uhr.

Und dann ist alles offen –  ab 11:11 Uhr kann jeder eine Domain unter .koeln und .cologne registrieren, vorausgesetzt, dass diese noch frei oder nicht anderweitig von der Registrierung ausgeschlossen ist.

Möglichkeiten zur Registrierung und Vorreservierung von Domains bieten unter anderem die Greven Medien GmbH & CO. KG und Ming-Domain. Anfragen und Nachfragen können auch über das nachfolgende Formular an thomas.lenz@trend-over-ip.de geschickt werden:

 

 

 


Big Apple in the ROOT

.NYC TLD

Seit gestern ist es offiziell – die Stadt, die niemals schläft wird Ihre eigene Top-Level-Domain erhalten. Am 20. März 2014 wurde die Top-Level-Domain .nyc in die ROOT Zone des Domain-Name-Systems eingetragen. Der Launch der Big-Apple TLD wird voraussichtlich über sechs Phasen gehen. Neben den Standardphasen Sunrise, Landrush und Allgemeine Verfügbarkeit wird es drei weitere Start-UP Programme geben:

-> Ein “.NYC Founders Program” für ambitionierte New Yorker, die noch vor der Sunrisephase hochwertige Domains registrieren und bereit sind, über qualifizierte Inhalte den Namensraum “.nyc” zu bewerbe.

-> Eine “Community-Sunrise“, die Communities mit einem klaren Bezug zur Metropole die Chance bietet, vor der allgemeinen Verfügbarkeit ihre .nyc Domains zu registrieren,

-> Eine “.NYC Domain Names Premium/Reserve Auctions für Premiumbegriffe oder Domains, die von der Registry zum Zweck der Versteigerung zunächst zurückgehalten werden.

Damit sind nun bereits über 180 TLDs im Domain Name System eingetragen. Eine sehr gute Übersicht über die bisherigen Domainregistrierungen bietet GreenSec Solutions aus München. auf ntldstats.com stehen aktuelle Registrierungszahlen zur Verfügung, die nach unterschiedlichen Kriterien sortiert und gefiltert werden können. Eine WHOIS-Abfrage rundet das empfehlenswerte Angebot ab.

Die Einführung der neuen Domains läuft auf Hochtouren und es läuft auch die Zeit für die potentiellen Domain-Registranten, sich im attraktive und erforderliche Adressen zu kümmern.

 

 

 

 

 


Ein Baby lernt laufen – “.koeln” ist in die “ROOT-Zone eingetragen 3

Anfang 2009 machten sich ein paar wagemutige Unternehmer und Enthusiasten (zu denen auch der Autor dieses Artikels gehört) auf den Weg, um für Köln eine eigene Top-Level-Domain “.koeln” zu schaffen. Die damals gegründete dotKöln Top-Level-Domain GmbH konnte bald durch die Greven´s Adressbuchverlag-Köln GmbH & CO. KG strategisch verstärkt werde und hat in unermüdlicher Arbeit das Projekt in der Verwaltung, der Politik und natürlich in der Kölner Wirtschaft vorangetrieben.

Nach einem richtungweisenden Ratsbeschluss folgte ein Ausschreibungsverfahren für zwei TLDs (“.koeln” und “.cologne”, aus dem die Netcologne GmbH als Gewinner hervor ging, und im Jahr 2012 wurde die Bewerbung um die TLDs bei der ICANN eingereicht.

Seit gestern ist es nun endgültige Gewissheit – die TLD “.koeln” wurde in das zentrale ROOT-Verzeichnis der IANA eingetragen und ist damit “im Internet”. Nu müssen nach Angaben der Betreibergesellschaft noch letzte Details, insbesondere für die Launchphasen, geklärt werden, bevor es losgehen kann.

Nach den aktuellen Informationen und den Erfahrungen mit der Geschwindigkeit bei ICANN kann nun davon ausgegangen werden, dass die Sunrisephase für “.koeln” ab Mitte April starten wird.

Zeit für Aktion – es gibt eine Vielzahl von Domainanbietern, die unverbindliche Vorreservierungen anbieten, wie die in Köln ansässige Ming-Domain, und auch die Registrierung von Marken im Trademark-Clearinghouse sollte spätestens jetzt angegangen werden.

 


Schnell gewinnt – Das Rennen um Domains hat begonnen

Ende 2013 ist der Zug ans Rollen gekommen – mehrere hundert neue Domainendungen werden sukzessive in das zentrale Verzeichnis des Domain-Name-Systems eingetragen.

Mit der Delegierung von .koeln und der kyrillischen Variante von .org sind mittlerweile bereits einhundertneunundsechzig der neuen Endungen in dieses Verzeichnis eingetragen.

Sechsunddreissig TLDs haben die für Markeninhaber exklusive Sunrisephase bereits hinter sich gebracht und befinden sich im freien Verkauf.

Nachdem bekannt geworden ist, dass sich z.B. Apple bereits die eine oder andere Domain gesichert hat (obwohl sie sich mit .apple um eine eigene Endung beworben haben), werden die neuen Möglichkeiten auch weiteren Kreisen bekannt. Es dürfte aber vielen Nutzern immer noch nicht klar sein, wie das Rennen um eine Domain abläuft:

Bevor es Domains für alle (bzw. für diejenigen, welche die Registrierungsbedingungen der Betreiberfirmen erfüllen), gibt, sind mindestens zwei Vermarktungsphasen abzuwarten:

Die “Sunrisephase” steht exklusiv nur Inhabern von Markenrechten zur Verfügung. Damit soll in dem frühesten Stadium einer neuen Adressendung möglichem Domaingrabbing vorgebeugt werden. Die Sunrisephasen müssen mindestens 30 Tage dauern und die Teilnahme ist von einer erfolgreichen Registrierung einer Marke im Trademark-Clearinghouse (TMCH) abhängig. Eine Tabelle mit Informationen zu den aktuellen Sunrisephasen ist hier verfügbar. Neben den normalen Registrierungskosten der jeweiligen Domain und den Kosten für die Registrierung im TMCH muss in der Regel auch mit Zusatzkosten beim Domainlieferanten gerechnet werden.

Nach der Sunrisephase folgt der “Landrush”: Der Begriff ist den frühen Tagen des Wilden Westens entlehnt, als große Flächen unbesiedelten Landes für die Siedler freigegeben wurden. Dabei konnten siedlungswillige an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit loslaufen und sich ein begehrtes Stück Land abstecken – wer zuerst kam, dem gehörte das Stück. Bei der Einführung neuer Top-Level-Domains oder der Öffnung bestehender Namensräume, z.B. für Zwei-Zeichen-Domains, wird der Landrush für die Vergabe als besonders hochwertig erachteter Domainbegriffe verwendet.

Häufig ist diese Phase mit hohen Preisen für Premiumdomains verbunden, so dass die Zielgruppen in der Regel beschränkt sind. Bei den Methoden gibt es keine festen Regeln – da gibt es  Auktionen, Ausschreibungen und vieles mehr.

Nach der Landrushphase beginnt grundsätzlich der freie Verkauf oder – im Domain-Jargon – die “General Availability”. Allerdings ist bei einigen der neuen Endungen mit weiteren, limitierten Registrierungsphasen zu rechnen. Bei “.ruhr” läuft z.B. zur Zeit die “Ruhrphase”, die exklusiv für Registrierungswillige geschaffen wurde, die ihren (Wohn-)Sitz im Ruhrgebiet haben. Hier, und grundsätzlich auch in den vorige Phasen, gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Um eine möglichst hohe Chance zu haben, sollten wichtige Domainwünsche bei mehreren Lieferanten platziert werden, denn es wird nur einer der erste sein – und der wird die Domain dann haben.

Es ist aus meiner Sicht unabdingbar, dass sich Unternehmen ernsthaft mit dieser Entwicklung befassen und rechtzeitig die richtigen Schritte ergreifen, um sich Domains unter den neuen Endungen zu sichern. Der erste Schritt sollte dabei eine Analyse des eigenen Markenportfolios und die Registrierung der wesentlichen Marken im TMCH. Dabei empfiehlt sich auch die Hinzuziehung von Experten, die sich seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigt und den Prozess der Einführung neuer TLDs eng verfolgt und begleitet haben.


Ruhrgebiet marks a point – Kick-Off for the first geographical TLD in GermanyRuhrgebiet marks a point – Kick-Off for the first geographical TLD in Germany

start.ruhr – that should be the first publicly accessible address under the new Top-Level-Domain “.ruhr”. The start of the sunrise phase on January 21, 2014 regiodot GmbH & Co. KG a historical milestone in the development of the internet map of Germany. Not only is “.ruhr” the first of  the new generic TLDs managed by a German registry. At the same time, “.ruhr” is the first geographical Namespace addressing local businesses, organizations and individuals in a specific region. The Ruhrgebiet is a region with an outstanding identification potential, an enormous population density and a dynamic economy. The new ending has very good chances to become a success, if the registry operator is able to inspire the potential end-users and create its market not only in the registrar-, but also in the reseller-channel. Marketing agencies and local hosting companies will easily spot the communication potentials of these new addresses for regional businesses. Until February 2014 holders of trademarks will have the exclusive opportunity to register their brand domains under “.ruhr”, if they have registered their trademarks in the Trademark Clearinghouse and their registrar supports sunrise periods with the new generic TLDs. Starting February 25, 2014 businesses, organisations and private individuals with their legal seat or residence in on of the 53 communities that form the “Regionalverband Rhein-Ruhr” will have an exclusive opportunity to register domains under “.ruhr”. As of March 27, 2014 the domains will be generally available for registrants from Germany. The registration policies for “.ruhr” domains can be found here in English. That said – goodluck.ruhr!


Die erste .brand Top-Level-Domain ist da

Die australische Monash University wird die erste Institution mit einer eigenen Top-Level-Domain sein. Wie der in Melbourne ansässige Betreiber ARI Registry Services in einer Pressemitteilung sagte, wurde die TLD “.monash” von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) in das zentrale Verzeichnis der Adressendungen (ROOT-Zone) eingetragen und ist somit Teil des gesamten Adressraum des Domain-Name-Systems (DNS). Aus “monash.edu.au” wird nun “faculty.monash” oder “research.monash”. Mit “nic.monash” ist bereits die erste Adresse erreichbar  ein kleiner Schritt für die Universität, ein großer für das Internet.

Damit ist die erste Marken-TLD Live gegangen, was einen Meilenstein in der Entwicklung des Internets markiert. Mt SAP, Bauhaus oder Audi haben sich auch einige große, deutsche Marken für eine eigene TLD und damit für einen Teil des schier unendlichen Adress-Kosmos beworben.

Marken-TLD eröffnen den künftigen Betreibern völlig neue Möglichkeiten, ihre Marken im Internet zu präsentieren und viel Phantasie für neue Geschäftsmodelle. Aber auch Sicherheitsaspekte werden, insbesondere mit Blick auf die jüngsten Enthüllungen zu den weltweiten Spionagepraktiken, in diesem Zusammenhang an Bedeutung gewinnen. Der Betreiber eines Namensraums hat weitreichende Möglichkeiten, sein virtuelles Stück Land gegen Angriffe von außen zu sichern und auch den Betrieb an den eigenen Sicherheitsrichtlinien zu orientieren.

Soweit sich ein deutsches Unternehmen für einen in Deutschland ansässigen Back-End Betreiber entschieden hat, gilt auch hier das deutsche Datenschutzrecht und die Abhängigkeit von den US-Regelungen wird reduziert. Ein wichtiger Aspekt sollte für die künftigen Betreiber die Schaffung einer neuen Vertrauensbasis für ihre Kunden sein, die sich darauf verlassen können werden, dass sie tatsächlich bei dem richtigen Unternehmen sind, wenn am Ende die Marke steht. Digitales kopieren wird damit erschwert.

Und auch, wenn ein wenig Glück dazu gehörte, nun die erste Marken-TLD zu sein, die dem Internet hinzugefügt wurde – die Öffnung des Internets für zahlreiche neue generische Adressendungen, auch in Sonderzeichen, wird für eine weitere Reduzierung der US-Dominanz im Internet sorgen und die Beteiligung der globalen Community an dieser Ressource ausbauen.

Insgesamt wurden nun bereits mehr als einhundert TDLs delegiert, wie DomainIncite bereits am vergangenen Samstag berichtet hat.


Die Internetrevolution hat begonnen

Wie DomainIncite heute berichtet hat, sind mittlerweile einundneunzig (91) neue, generische Top Level Domains in die ROOT Zone des Internet eingetragen. Das sind bereits mehr als fünf mal so viele wie bisher. Das bedeutet natürlich nicht automatisch, dass die Domainregistrierungen nun explodieren werden, markiert aber den Start einer neuen Ära im Internet. Im Verlauf der kommenden 24 Monate werden zahlreiche neue Möglichkeiten für Endnutzer entstehen, bereits in der Adresszeile des Browsers zu zeigen, was, wer oder wo sie sind und was sie tun. Besonders für viele Klein- und Kleinstunternehmen, die bisher noch keine eigene Adresse im Internet haben, entstehen so neue Chancen, eine prägnante Identität zu entwickeln. Und auch für Privatleute, die früher oder später realisieren, dass die “geliehenen” Identitäten auf Facebook oder Google+ von den Betreibern kontrolliert werden, werden neue Möglichkeiten entstehen, eine individuelle Adresse im Netz und für den elektronischen Briefverkehr zu ergattern

In Deutschland ist mit nic.ruhr die erste Adresse bereits im Dezember 2013 online gegangen. Die Domainregistrierungen werden voraussichtlich ab dem 21. Januar 2014 möglich sein. Dann beginnt die sogenannte Sunrisephase für Markeninhaber. Weitere Informationen zu den Registrierungsphasen bei .ruhr finden Sie hier. In der vergangenen Woche ist mit nic.berlin bereits die zweite, regionale TLD aus Deutschland an den Start gegangen.Hier werden die ersten Registrierungen voraussichtlich ab März 2014 möglich sein.

Mit .koeln steht die dritte geographische Endung in Deutschland in den Startlöchern. Nach den aktuellen Entwicklungen ist damit zu rechnen,  dass die TLD Anfang April an den Start gehen wird. Nach der obligatorischen Sunrisephase über dreißig Tage ist eine erweiterte Sonderregistrierungsphase vorgesehen, die es lokalen Vereinen und anderen Not-For-Profit Organisationen ermöglichen soll, ihre Domains zu registrieren, bevor der freie Verkauf dann nach einer 14-tägigen Frist startet.

Vorreservierungen für .koeln Domains sind heute bereits bei vielen Registraren möglich. In der Kölner Südstadt hat sich die AIGES OHG dem Thema verschrieben und bietet unter der kölschen Adresse “www.ming-domain.de” Vorreservierungsmöglichkeiten sowie Informationen über die neuen Domains “op kölsch” an.